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1813 Le Roncole - 1901 Milano / Mailand

STIFFELIO

UA 1850 Trieste / Triest
Libretto / Word-book: Francesco Maria Piave

Hörbeispiele: 96 Kb, MP3
22.12.1985 CD MM
A.Barasorda (Stiffelio), R.Plowright (Lina), B.Ellis (Stankar), I.Zannaro (Raffaele), G.Surjan (Jorg)
Akt I
Sinfonia stiffelio - sinfonia
Lina —› Tosto ei disse... Ah son perduta...stiffelio - ah son perduta
Stiffelio, Lina, Stankar & Raffaele —› Chi ti salva...stiffelio - chi ti salva
Akt II
Lina —› Ah dagli scanni eterei...stiffelio - ah dagli scanni eterei
Stankar, Stiffelio, Raffaele, Lina & Jorg —› Non punirmi... stiffelio - non punirmi
Akt III
Stankar —› Ei fugge!... e con tal foglio...
Stiffelio & Lina —› Opposto è il calle che in avvenire...stiffelio - opposto è il calle
Lina, Stiffelio & Jorg —› Stiffelio? Eccomi...stiffelio -

Rollen / Charakters

Stiffelio [Tenor]
(Rudolf Müller):
Evangelischer Pfarrer

Lina [Sopran]
Stiffelios Gattin

Stankar [Bariton]
Ein alter Oberst
Linas Vater
— Oberst ist ein Dienstgrad in der Laufbahn der Offiziere.

Raffaele di Leuthold [Tenor]
Raphael von Leuthold:
Ein Edelmann

Jorg [Bass]
Ein alter Pfarrer

Federico di Frengel [Tenor]
Friedrich von Frengel:
Linas Vetter

Dorotea [Sopran]
Dorothea:
Linas Base

Fritz [stumme Rolle]
Ein Diener

Hintergrund / Background

Die Oper wurde in Venedig, Catania, Palermo und Neapel unter dem Titel "Guglielmo Wellingrode / Wilhelm Wellingrode" aufgefüht. Der Titelheld wird zum Premierminister eines deutschen Fürstentums und die Handlung ist ins 15.Jahrhundert verlegt.

Verdis zentrale, um 1850 entstandene Trias mit "Rigoletto", "La Traviata" und "Il Trovatore" ist eigentlich eine Tetrade: "Stiffelio", parallel zu "Rigoletto" für Triest komponiert, hatte nur ein kurzes Bühnenleben. "Aroldo", die Neubearbeitung des Stiffelio-Stoffes mit ihrem gänzlich neugestalteten, hinreißenden vierten Akt, wurde am 16. August 1857 im Teatro Nuovo in Rimini uraufgeführt, verschwand aber auch bald in der Versenkung.
Trotz einiger dramaturgischer Analogien und einiger gemeinsamer musikalischer Passagen handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Partituren (was Mitte der achtziger Jahre das Teatro La Fenice in Venedig zurecht auf die Idee brachte, beide Werke zur Aufführung zu bringen, was man auf Mitschnitten der Firma Mondo Musica auch nachhören kann).

Die Wiederaufführung der ursprünglichen Fassung, die Quellenfunde in den sechziger Jahren möglich machten (Erstaufführung 1968 in Parma), gilt seither aber allenthalben als Sensation.

Das spätere Werk ist wohl das musikalisch reifere (was wenig wundert, schrieb Verdi zwischen 1850 und 1857 doch immerhin seine Welterfolge "Rigoletto", "La Traviata", "Il Trovatore", "I Vespri Siciliani" und "Simone Boccanegra"), dramaturgisch dürften sich jedoch die Verlegung der Handlung ins Zeitalter der Kreuzritter und die Eliminierung des dezidiert religiösen Hintergrunds kaum ausgezahlt haben.


Abkürzungen / Abbreviations



Link zum Seitenanfang   Zuletzt überarbeitet am: 12.05.2011  
ES&DF